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Sportcampus Heilbronn

Ort

Heilbronn

Status

Wettbewerb

Jahr

2025

Text

Der Sportcampus Heilbronn versteht sich als offener, inklusiver und zukunftsweisender Stadtbaustein, der Sport, Kultur und Gemeinschaft in einem einzigen Raum miteinander verknüpft. Leitidee ist es, alle mitzunehmen – Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Ältere, Menschen mit und ohne Einschränkungen. Das Gebäude wird Teil der Stadt, es ist Herzstück und Brücke zugleich, ein Ort, der über seine Funktion als Sportstätte hinaus zu einem lebendigen Treffpunkt für Heilbronn wird.

Im Stadtkontext liegt der Campus an der Schnittstelle von Neckar, Stadtfeld und Grünraum. Diese Lage ist Chance und Verpflichtung zugleich: 


Das Gebäude verbindet Quartiere, entlastet die bestehenden Sportanlagen und öffnet sich mit zwei gleichwertigen Adressen in beide Richtungen. Eine markante Rampe führt auf die öffentlich zugängliche Dachterrasse, die 24 Stunden am Tag begehbar ist. Sie wird zur städtischen Promenade mit Blick auf Spielfeld und Halle – ein Raum für Bewegung, Erholung und Begegnung, der immer offensteht und so ein starkes Signal für Inklusion setzt. Das zweite Dach dient mit Photovoltaikflächen der nachhaltigen Energiegewinnung und macht den Campus zu einem Prototyp für die Sportstätten von morgen.


Der Baukörper ist bewusst langgestreckt und zweigeschossig entwickelt: Er nimmt die Fluchten des Spielfelds auf, schafft klare Orientierung und vermeidet unnötige Höhenbarrieren. Die Organisation folgt einem einfachen, modularen Raster und erlaubt eine flexible Anpassung an zukünftige Bedürfnisse. Holz als Hauptmaterial sorgt nicht nur für eine warme, einladende Atmosphäre, sondern steht für eine klimafitte Bauweise: lokal, ressourcenschonend, rückbaubar, wiederverwendbar. Der Campus wird so Teil einer Kreislaufwirtschaft, die keinen Abfall, sondern nur neue Möglichkeiten erzeugt.


Das Raumprogramm ist breit gefächert und spiegelt die Idee einer hybriden Nutzung wider:

- Der Korridor als lineare Bewegungsachse mit Laufbahncharakter animiert zur Bewegung und eröffnet den Blick auf das Spielfeld.

- Die Mehrzweckhalle ist robust und flexibel, teilbar durch akustisch wirksame Vorhänge und offen für Sport, Tanz, Feste, Ausstellungen oder Filmvorführungen.

- Das Forum bildet den offenen Treffpunkt mit Café, Workshops, Pop-ups und Gemeinschaftsaktionen.

- Die Lernwerkstatt eröffnet Räume für Seminare, Nachmittagsunterricht und Bildung durch Begegnung.

- Die Dachterrasse schließlich ist Erholungsraum, Aussichtspunkt, Veranstaltungsort – von der Mittagspause bis zum Stadtfest.


So entsteht ein Gebäude, das Bewegungsmangel entgegenwirkt (durch spielerische Bewegung im Alltag), Gemeinschaft stärkt (durch Offenheit und Transparenz), Nutzerkonflikte reduziert (durch Zonierung, Blickbeziehungen, doppelte Erschließung), Ressourcen schont (durch modulare Mehrfachnutzung) und klimafest gebaut ist (durch Holzbauweise, Photovoltaik und Regenwassermanagement). Mit seiner offenen Struktur, der kulturellen Vielschichtigkeit und der konsequent nachhaltigen Bauweise wird der Sportcampus Heilbronn nicht nur ein Ort für Sport und Erholung, sondern ein urbanes Symbol für die Sportstätten von morgen – zugänglich, wandelbar, resilient und immer im Dienst der Menschen, die ihn nutzen.

Daniel Afriyie Owusu

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